La chemise oxford, 8ème merveille du monde

Das Oxford-Hemd, achtes Weltwunder

6 Min. Lesezeit

Aufgepasst: ein echtes Monument. Das Stück, das wir Ihnen heute vorstellen, gehört nicht nur zu den ersten Entwürfen von Hast; es zählt vor allem zu den Unvergänglichen im Pantheon der Herrengarderobe. Als wahre Legende begleitet es Männer seit über 120 Jahren mit unverminderter Klasse und lässiger Eleganz und zählt damit zu den ikonischsten Kleidungsstücken überhaupt. In diesem Beitrag blicken wir auf seine Entstehung, seine Geschichte und unsere ganz eigene Interpretation, die wir seit 2012 bei Hast pflegen.

Hemd aus weißem Oxford

Die geheimnisvollen Ursprünge des Oxford-Hemds

Wie so oft bei zeitlosen Klassikern liegen die Ursprünge des Oxford-Hemds weitgehend im Dunkeln. Geheimnisse, Vermutungen und Mythen ranken sich um seine Entstehung, was es zu einem ebenso berühmten wie faszinierenden Kleidungsstück macht. Bei aller gebotenen Vorsicht lassen sich jedoch vier Faktoren benennen, die maßgeblich zum internationalen Erfolg dieses Kultstücks beigetragen haben:

Hemd aus blauem Oxford
  • Der Stoff. Anders als oft angenommen, stammt der Oxford-Stoff keineswegs aus der gleichnamigen englischen Universitätsstadt. Tatsächlich entstand er Ende des 19. Jahrhunderts in Schottland. Um ihr Sortiment zu erweitern, entwickelten dortige Weber neuartige Stoffe und benannten sie nach den renommierten US-amerikanischen Universitäten jener Zeit (Harvard, Yale, Princeton und Oxford). Mit seinen doppelt gelegten Kett- und Schussfäden schrieb allein der Oxford-Stoff Modegeschichte und bereichert unsere Garderobe bis heute.
Tailliertes weißes Oxford-Hemd
  • Der Kragen. Es ist schwer, über das Oxford-Hemd zu sprechen, ohne auf den Button-down-Kragen einzugehen, der typischerweise dazu gehört. Der Überlieferung nach entstand dieses Duo auf den Polofeldern, wo die Spieler ihre Kragenschenkel festknöpften, damit sie im Spielverlauf nicht hochschlugen.
Hemd aus Oxford mit grünen Streifen

Der prägende Einfluss von Brooks Brothers

Im Jahr 1896 besuchte ein gewisser John E. Brooks ein Polospiel in England. Doch an diesem Tag faszinierten ihn weder die Pferde noch das Geschick der Spieler, sondern die Kleidung der Protagonisten. Geschneidert aus einem ihm damals unbekannten Stoff (dem Oxford aus dem benachbarten Schottland) und vollendet mit einem großzügigen Button-down-Kragen, verliebte er sich förmlich in die Hemden – so sehr, dass er eines davon in seinem Gepäck mit in die USA nahm. Kein Zufall: Dieser John E. Brooks war niemand Geringeres als der Enkel von Henry Sands Brooks, dem Gründer der ältesten Modemarke der USA: Brooks Brothers. Wenige Monate später brachte die Marke das Modell auf den Markt, das über Jahrzehnte hinweg ihren legendären Ruf und Erfolg begründen sollte: das OCBD (« Oxford Cloth Button Down »). Ein bemerkenswertes Gespür von Mr. Brooks, nicht wahr?

Die Krönung durch die Ivy League

Zwischen 1896 und der Mitte des 20. Jahrhunderts avancierte das OCBD (das « Oxford-Hemd mit Button-down-Kragen ») zur Ikone der amerikanischen Sportswear. Geschätzt für seine Vielseitigkeit und seinen Komfort – ein damals völlig neuartiger Gedanke – erlebte es auf den US-Campus eine stilprägende Blütezeit. In den 1940er-Jahren machten sich die Studenten der Ivy-League-Eliteuniversitäten das Hemd zu eigen und brachen selbstbewusst mit den Konventionen ihrer Eltern. Zwischen Provokation und Emanzipation kombinierten sie es zu ungezwungen-formellen (oder formell-nonchalanten) Outfits. Nach dem Vorbild von Loafern zu Sportsocken hielt die Kombination aus farbigem OCBD, Krawatte und Blazer Einzug in den Hörsälen von Princeton, Cornell, Dartmouth und Columbia. Ein mutiger Stilbruch, der den Preppy-Look begründete und dem Oxford-Hemd die Türen zur formellen Herrenmode öffnete.

Weißes Oxford-Hemd

Das Oxford-Hemd heute

Dank seines einzigartigen Materials, seines unvergleichlichen Tragekomforts und seiner bewegten Geschichte hat sich das Oxford-Hemd als unverzichtbarer Klassiker der Herrengarderobe etabliert. Mehr noch: Es gilt zweifellos als das ultimative Basic und das erste Kleidungsstück, in das man beim Aufbau eines maskulinen Kleiderschranks investieren sollte.

Hier ein kleiner Leitfaden, um ein solches Exemplar auf den ersten Blick zu erkennen:

  • Der Stoff: Oxford lässt sich mit bloßem Auge erkennen. Dieses Panamagewebe ist fester und griffiger als Popeline und wird traditionell mit doppeltem Kett- und Schussfaden gewebt, was ihm eine reiche und plastische Textur verleiht. Das Gesamterscheinungsbild variiert dabei je nach Garnfeinheit und Webdichte: Ein feinfädig und dicht gewebter Oxford wirkt glatt und elegant, während eine lockerere Webart mit kräftigerem Garn einen kernigeren, bisweilen an Workwear erinnernden Charakter entfaltet.
  • Der Button-down-Kragen: Seit dem legendären OCBD ist er praktisch unverzichtbar. Mitunter auch als « amerikanischer Kragen » bezeichnet, sind diese geknöpften Kragenschenkel kaum von Oxford-Hemden wegzudenken. Typischerweise zeichnen sie sich durch einen großzügigen « Roll » aus, der sich harmonisch an die Halslinie schmiegt und sanft auf den Schlüsselbeinen aufliegt.
  • Die Farbe: In seinen Anfängen wurde Oxford aus verschiedenfarbigen Kett- und Schussfäden gewebt, was ihm seine charakteristische Melange-Optik verlieh. Daher finden sich bei dieser Art von Hemden besonders häufig sanfte Pastelltöne (wie Zartgelb, Hellblau, Rosé oder Grün), auch wenn unifarbene Varianten heute ebenso überzeugen.

Gelegentlich verfügen sie über eine Brusttasche auf der Herzseite – ein Relikt jener Zeit, als diese « tobacco pockets » dazu dienten, eine Schachtel Zigaretten griffbereit zu halten. Dieses Detail rückt damit ausgestattete Oxford-Hemden sofort in ein Casual-Register.

Hemd aus blauem OxfordSchließlich lohnt sich ein Blick auf die Rückseite, um weitere typische Merkmale der Oxford-Hemden zu entdecken. Einerseits findet sich häufig eine Kellerfalte in der Rückenmitte, die den Tragekomfort und die Bewegungsfreiheit optimiert. Andererseits entdeckt man nicht selten eine kleine Schlaufe zwischen den Schulterblättern am Übergang der Stoffbahnen. Dieses « Loop », das auf Elliot Gant (Sohn des Gründers der gleichnamigen Marke) zurückgehen soll, diente dazu, die Hemden in den Umkleiden der Universitäten aufzuhängen, ohne den Kragen zu verziehen.
Weißes zweifach gezwirntes Oxford-Hemd

Oxford-Hemden bei Hast

Wie Sie sehen, währt die Liaison zwischen der Herrenmode und dem Oxford-Hemd schon über ein Jahrhundert. Für Hast, dessen Leidenschaft für die Hemdenmacherei zwar jünger, aber keineswegs weniger intensiv ist, war die Neuinterpretation dieses Klassikers Verpflichtung und Privileg zugleich.

Dank unseres Modells ohne Zwischenhändler, erstklassiger Naturfasern und europäischer Partner mit außergewöhnlicher Handwerkskunst haben wir drei Linien von Oxford-Hemden kreiert, die jedem Anspruch gerecht werden:

  • Eine Casual-Linie : Wenn Sie ein traditionelles OCBD im entspannten Ivy-Stil suchen, werden Sie hier fündig. Nuancenreiche Farbpalette, Button-down-Kragen, aufgesetzte Tasche, Locker Loop – alle charakteristischen Details dieser Legende sind vorhanden. Anlässlich unseres zehnjährigen Jubiläums haben wir als Liebhaber dieses goldenen Zeitalters sogar ein ikonisches Modell der 60er-Jahre wiederaufleben lassen.
Bordeauxrotes Hemd aus Oxford
  • Eine formelle Linie : Hier greifen wir die charakteristische Struktur des Oxford-Gewebes auf und kombinieren sie mit eleganteren Details. Semi-cutaway-Kragen, abgeschrägte Manschetten und ein körpernaher Schnitt zeichnen ein Hemd aus, das in der Hose getragen wird, idealerweise mit Krawatte. Strukturierter als die Pendants aus Popeline, verleiht es selbst den strengsten Dresscodes eine willkommene Textur – absolut stilsicher.
Hemd aus himmelblauem Oxford
  • Eine Premium-Linie : Mit ihr entfernen wir uns von den Sportswear-Wurzeln des Oxford-Hemds und betreten die edle Welt der traditionellen Schneiderkunst. Indem wir Oxford mit unseren feinsten Stoffen und anspruchsvollsten Verarbeitungen vereinen, wagen wir einen Spagat, der manchem kühn, anderem überraschend erscheinen mag – vor allem aber überzeugt (so hoffen wir zumindest). Zweifach gezwirnter Stoff aus einer renommierten italienischen Weberei, knitterarmer Stoff, per Hand im « zampa di gallina » angenähte Perlmuttknöpfe: Hier erleben Sie klassische Eleganz in Reinkultur, mit jenem feinen Twist, den nur Kenner bemerken.

Ein weiterer beachtlicher Vorteil unserer Oxford-Hemden: Sie sind ausgesprochen pflegeleicht. Zur Pflege genügt ein Schonwaschgang bei 30°C in der Waschmaschine mit einer Schleuderzahl von maximal 400 Umdrehungen pro Minute. Nach einigen Stunden Trocknen auf dem Kleiderbügel lassen sie sich mühelos bügeln und sind bereit für neue Einsätze. Weitere Tipps zur Hemdenpflege finden Sie in unserem Ratgeber

Werden Sie Teil der Legende

Von seinen schottischen Ursprüngen über den Polosport, die amerikanische Mittelschicht und die Ivy-League-Universitäten bis in unsere Boutiquen: Das Oxford-Hemd begeistert seit Generationen. Für leidenschaftliche Hemdenmacher wie Hast war es selbstverständlich, diese Ikone der Herrengarderobe neu aufzulegen. Daher haben wir ihr drei vollendete Linien gewidmet. Ob leger, formell oder als Premium-Ausführung: Wählen Sie das Modell, das Sie über Jahre hinweg begleiten wird.

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