Vom Mao-Kragen, der durch Mao Zedong berühmt wurde, haben Sie sicherlich schon gehört. Vielleicht ist Ihnen der Stehkragen jedoch weniger vertraut, obwohl er sich wachsender Beliebtheit erfreut und dem Mao-Kragen ähnelt. Erschwerend kommt hinzu, dass im Internet viele Stehkragen fälschlicherweise als Mao-Kragen bezeichnet werden – was für Verwirrung sorgt. Wir schaffen Klarheit und erklären Ihnen die Ursprünge und Besonderheiten dieser beiden Kragenformen im Detail.
Der Mao-Kragen
Der Mao-Kragen zeichnet sich durch das Fehlen von Kragenschenkeln aus. Die beiden Enden überlappen nicht, sodass ein kleiner Zwischenraum entsteht; folglich gibt es an diesem Kragen auch kein Knopfloch. Die Ironie der Geschichte will es, dass Mao Zedong selbst diesen Kragen nur selten trug. Meist trug er Jacken mit geknöpftem Hemdkragen. Dennoch gab der Staatsmann dieser Kragenform, wie wir sie heute kennen, ihren Namen.
Während die Jacke mit Stehkragen ein charakterstarkes Stück ist, das Selbstbewusstsein verlangt, ist das Stehkragenhemd deutlich unkomplizierter zu tragen. Es verleiht Ihnen einen eleganten, subtil unkonventionellen Look und bietet eine gelungene Abwechslung zu klassischen Kragenformen. Sie können es solo oder unter einem Pullover mit Rundhalsausschnitt tragen. Der Stehkragen besitzt echten Charakter und verleiht Ihrem Outfit eine unverwechselbare Note
Während die Jacke mit Stehkragen ein charakterstarkes Stück ist, das Selbstbewusstsein verlangt, ist das Hemd mit Mao-Kragen deutlich unkomplizierter zu tragen.
Der Stehkragen
Der Stehkragen besitzt wie der Mao-Kragen keine Kragenschenkel. Im Gegensatz zu diesem überlappen sich die beiden Enden jedoch und lassen sich mit einem Knopf schließen. Der Ursprung des Begriffs liegt in historischen Militäruniformen, genauer gesagt den Jacken der Offiziere. Von den Schlachtfeldern verschwunden, hat die Modewelt diesen Kragen im Laufe der Zeit neu interpretiert und auf Hemden übertragen.
Der Stehkragen besitzt zwar keine Kragenschenkel, wirkt jedoch ausgesprochen elegant und besticht durch seinen besonderen Charme. Ein Hemd mit Stehkragen lässt sich sowohl im geschäftlichen Umfeld als auch im Alltag tragen. Sie können ein weißes oder hellblaues Hemd problemlos zu einem Anzug kombinieren oder für einen modernen, stilvollen Look mit einer Jeans, einer Chino und Sneakern tragen.
Typische Stilfehler bei Mao-Kragen und Stehkragen
Verzichten Sie bei diesen beiden Kragenformen auf eine Krawatte oder eine Fliege: Sie sind dafür gedacht, ohne Accessoires am Hals getragen zu werden. Ebenso wenig empfiehlt es sich, zu formelle oder steife Kleidungsstücke darüber zu schichten. Diese Kragen kommen in schlichten Outfits mit klaren Schnitten am besten zur Geltung. Achten Sie schließlich auf die Höhe des Kragens: Ein zu hoher Mao-Kragen kann bei einer schlanken Silhouette unproportioniert wirken, während ein schlecht sitzender Stehkragen schnell steif erscheint.
Ein abschließendes Wort
Mao-Kragen oder Stehkragen: Beide besitzen ihre ganz eigene Identität und feine Nuancen. Ersterer besticht durch zeitgemäßen Minimalismus, letzterer durch eine strukturierte Eleganz, die an historische Uniformen erinnert. Beide bieten eine hervorragende Alternative zu klassischen Kragen und ermöglichen stilsichere Variationen. Entscheidend ist, die Variante zu wählen, die zu Ihnen passt – je nach Anlass und persönlicher Vorliebe.





