Pourquoi nos prix vont-ils augmenter en 2022 ?

Warum steigen unsere Preise im Jahr 2022?

5 Min. Lesezeit

"Seinen Kunden ankündigen, dass die Preise steigen? Seid ihr verrückt? Das muss man unangekündigt machen, das ist viel einfacher! Eure Preise sind niedrig, das merkt niemand!".

Das war in etwa die Antwort jeder Person aus der Branche, mit der wir über das Thema Preiserhöhung gesprochen haben. Und dennoch ziehen wir es wieder vor, Ihnen die Wahrheit zu sagen, anstatt Sie vor vollendete Tatsachen zu stellen. Wir werden nicht die Einzigen sein, und wir möchten Ihnen nichts verheimlichen!

Emmanuel, Thomas und Samy

Warum steigen unsere Preise im Jahr 2022?

Es gibt Dinge, die wir lieber unverändert sehen würden. Und es gibt Dinge, auf die wir leider kaum Einfluss haben. In diesem Jahr müssen unsere Preise steigen, und hier sind die Gründe dafür.

Faire Preise: ein Grundwert bei Hast

Seit der Gründung der Marke Hast vor nunmehr fast 10 Jahren ist die Preisgerechtigkeit ein Grundwert unseres Unternehmens. Durch eine optimale Kostenkontrolle konnten wir Ihnen im Laufe der Jahre ehrliche und zugängliche Preise anbieten. Unsere Margen sind gering (im Vergleich zur traditionellen Modebranche), um stets das exzellente Preis-Leistungs-Verhältnis zu wahren, das unsere Positionierung ausmacht.

Jahr für Jahr wurde der vollkommen berechtigte Anstieg der Löhne in unseren Ateliers durch unsere wachsenden Stückzahlen ausgeglichen. Im Jahr 2022 müssen wir zum ersten Mal unsere Preise anheben. Es geht nicht darum, unsere Margen zu erhöhen, sondern die gestiegenen Kosten mitzutragen, die insbesondere auf die Gesundheitskrise zurückzuführen sind. Wir haben in den letzten Wochen Dutzende von E-Mails von unseren Ateliers erhalten, die uns über plötzliche Preiserhöhungen informierten. Im Sinne unserer Unternehmenstransparenz ist es uns wichtig, unsere Kunden vorab zu informieren und die konkreten Gründe für diese notwendigen Anpassungen zu erläutern, um unseren hohen Qualitätsanspruch beizubehalten.

Warum dieser Anstieg?

Die Gesundheitskrise im Zusammenhang mit Covid-19 (unter anderem) hat so manche Industrie auf eine harte Probe gestellt. Und die Modebranche bildet da keineswegs eine Ausnahme, im Gegenteil. Die zahlreichen Verlangsamungen, Lockdowns, Wiederaufnahmen und aufeinanderfolgenden Produktionsstopps hatten viele direkte und indirekte Folgen, von denen zwei die Preissteigerungen im Textilsektor maßgeblich beeinflussen: die Frachtkrise und der daraus resultierende Anstieg der Rohstoffpreise.

Die Seefrachtkrise und ihre Auswirkungen auf den Straßengüterverkehr

Die jüngste Frachtkrise (Transportpreise für Waren) ist auf logistische Schwierigkeiten im Gefolge der verschiedenen Covid-19-Wellen zurückzuführen. Container und Schiffe wurden knapp, da die unterschiedlichen Lockdowns – zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten – ein tiefgreifendes organisatorisches Ungleichgewicht geschaffen haben. Zahlreiche Container standen somit ungenutzt in stillgelegten Häfen, während andere stark nachgefragte Seegebiete leer ausgingen. Die regelmäßigen Blockaden waren logistisch äußerst komplex zu handhaben. Hinzu kam die Störung des weltweiten Seeverkehrs durch das Containerschiff Ever Given, das am 23. März 2021 mehrere Monate im Sueskanal festsaß. Diese Krise führte zu einer Vervierfachung bis Versechsfachung der Seefrachtpreise. Auch der Straßengüterverkehr, der seit Beginn der Gesundheitskrise von einer besonders starken Inflation betroffen ist, leidet unter denselben Störungen: steigende Nachfrage, höhere Treibstoffkosten, Tarifverhandlungen...

Auch wenn unsere Konfektion im Wesentlichen innerhalb der Europäischen Union erfolgt, stammen die Rohstoffe aus der ganzen Welt (ägyptische Baumwolle, australischer Merino...) und der globale Nachfrageanstieg hat sich auf alle Märkte ausgewirkt. Viele Marken haben sich an europäische Ateliers gewandt, um ihre Kollektionen zu fertigen, was die verfügbaren Kapazitäten verringert und die Kosten unserer langjährigen Partner erhöht hat.


E-Mail eines Ateliers vom 15.11.21

Der deutliche Anstieg der Rohstoffpreise

Laut dem Wirtschaftsmagazin Capital in einem Artikel von November 2021 sind die jeweiligen Kosten für Baumwolle und Wolle innerhalb eines knappen Jahres drastisch gestiegen, und zwar um 43 % bzw. 47 %. Mehrere Gründe, ob im Zusammenhang mit der Covid-19-Krise oder nicht, erklären diese Anstiege. Wie bereits erwähnt, ist die Frachtkrise eine der Hauptursachen für die Kostensteigerungen. Doch spielen noch weitere Faktoren eine Rolle, insbesondere bei Baumwolle.

Ein wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit dem Anstieg des Baumwollpreises ist der Einfluss der stark wieder anziehenden Nachfrage nach monatelangen Ernte- und Produktionsstillständen. Dieser Wiederanstieg führt zwangsläufig zu Spannungen in den Produktionsketten, die dieser neuen Nachfrage nicht immer nachkommen können, zusätzlich zu den Verzögerungen infolge der wiederholten Produktionsunterbrechungen. Die hohe Nachfrage erklärt sich auch durch einen Anstieg des Rohölpreises, der zu einer Verteuerung synthetischer Textilien auf Erdölbasis wie Polyester führt. Zahlreiche Marken weichen daher auf andere Materialien aus – wie Baumwolle (umso besser). Hinzu kommen schließlich zwei weitere große Krisen: die Klimakrise und die politische Krise rund um die Uiguren-Frage. Die Klimakrise hat zu vielen ungewöhnlichen Unwettern geführt, wodurch die Baumwollproduktion weniger ertragreich war als in den vergangenen Jahrzehnten. Gleichzeitig hat der Kampf für die Menschenrechte angesichts der Zwangsarbeit der uigurischen Gemeinschaft in China die internationale Gemeinschaft bewegt und viele Marken dazu veranlasst, Baumwolle aus der Region Xinjiang abzulehnen (ebenfalls umso besser). Diese verschiedenen Faktoren haben die Branche unter starken Druck gesetzt und erhebliche Preissteigerungen nach sich gezogen.

Zwei aktuelle E-Mails von unseren Lieferanten

Andere Rohstoffe stehen vor ähnlichen Spannungen angesichts geringer Ernten, gefolgt von einer spektakulären Rückkehr zu einer Nachfrage, die dem Vorkrisenniveau gleicht oder es sogar übersteigt. Wolle, Leinen, Baumwolle – kein Material bleibt von der Erhöhung verschont. Dasselbe gilt für Holz, Metall, Aluminium usw. ... und das wirkt sich auf die gesamte Produktionskette aus.

Es sind also diese kumulierten Steigerungen bei den Rohstoff- und Transportpreisen, die die notwendige Preiserhöhung bestimmen, die wir bislang abfedern konnten. Wie eingangs erwähnt, haben wir uns entschieden, Sie rechtzeitig zu informieren, damit Sie noch einige Wochen von den Preisen von 2021 profitieren können. Danach werden wir weiterhin alles daran setzen, Ihnen ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten, ohne Kompromisse!

In den ersten Wochen des Jahres 2022 werden wir bereits vorhandene Bestände an Kleidung anbieten. Die Kollektion Le Goût du Sel und die bereits produzierten und eingelagerten permanenten Stücke sind von den Preiserhöhungen keinesfalls betroffen. Diese betreffen Nachbestellungen und Kollektionen in der Entwicklung, aus den oben genannten Gründen. Seien Sie unbesorgt: Unsere Preise werden moderat steigen, und wir garantieren Ihnen, dass wir das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis beibehalten, das uns auszeichnet!

Wir haben uns entschieden, kurz vor Beginn des Sales darüber zu sprechen – nicht um zum Konsum anzuregen, sondern um Ihnen anzukündigen, dass dies noch die Gelegenheit ist, von unseren aktuellen Preisen zu profitieren. Es wird keine Reduzierungen geben, aber eben auch keine Erhöhungen.

Vielen Dank fürs Lesen!

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