L’upcycling, ou l’art de faire du neuf avec du vieux

Upcycling – die Kunst, aus Bestehendem Neues zu schaffen

4 Min. Lesezeit

Upcycling bei Hast: Gesunder Menschenverstand im Dienst der Verantwortung

Auf globaler Ebene hat die Textilindustrie gravierende soziale, gesundheitliche und ökologische Folgen. Die Ursachen dafür? Eine oft rücksichtslose Rohstoffgewinnung, energie- und schadstoffintensive Faserverarbeitung, lange Transportwege, aufwendige Pflege und die Wegwerfmentalität.

Bei Hast stimmt uns diese Entwicklung ebenso nachdenklich wie besorgt. Genau deshalb haben wir uns von Beginn an entschieden, Verantwortung fest im Kern unserer Identität zu verankern.

Seit 2012 setzen wir konsequent auf natürliche und recycelte Rohstoffe, arbeiten mit europäischen Partnern zusammen und fertigen langlebige, zeitlose Kleidung. Beim Thema Ressourcenschonung setzen wir auf Upcycling, um Stoffreste aus unserer Produktion sinnvoll zu verwerten – und genau diesem Ansatz widmen wir den heutigen Beitrag.

Der Lebenszyklus der Produkte im Fokus

Als Modemarke halten wir die Frage nach dem Lebenszyklus unserer Kreationen für absolut entscheidend. Schließlich kann von echtem Ökodesign keine Rede sein, wenn der Weg der Kleidung nicht transparent, kontrolliert und optimiert ist.

Vorab lohnt es sich daher, den typischen Weg aller Textilien vor Augen zu haben (mit Ausnahme der sechsten Phase, die etwas variabler ausfällt):

Quelle: reseauethique.org

Um glaubwürdig zu sein, muss jedes Streben nach verantwortungsvoller Produktion von Maßnahmen begleitet werden, die die Auswirkungen jedes einzelnen Schrittes verringern. Bei Hast prägt dieser Gedanke unser Handeln seit mehr als zehn Jahren, und wir setzen alles daran, Ihnen dies tagtäglich zu beweisen. Einige Beispiele:

  • Wir haben erreicht, dass 100% der Materialien in unseren Kollektionen natürlichen Ursprungs und/oder recycelt sind (überwiegend in Bio-Qualität und zertifiziert).
  • Wir fertigen zu 95% in der Europäischen Union.
  • Wir versuchen, unsere CO2-Emissionen bestmöglich zu reduzieren, indem wir bedarfsgerecht und mit stetig verantwortungsvolleren Methoden fertigen.
  • Wir waren die erste französische Modemarke, die kompostierbare Verpackungen und recycelte Kartons eingeführt hat.
  • Wir haben Recycling-Sammelstellen in unseren Boutiquen eingerichtet, an denen Kunden ausgediente Kleidungsstücke (von Hast oder anderen Marken) abgeben können, um sie zu recycelten Stoffen aufbereiten zu lassen. Ziel ist es, den Gedanken der Kreislaufwirtschaft aktiv zu fördern.

Kurz gesagt: Bei aller gelebten Leidenschaft für feine Herrenkleidung möchten wir unsere Kollektionen so verantwortungsvoll wie möglich herstellen. Upcycling ist selbstverständlich ein elementarer Teil dieses Anspruchs.

Upcycling – eine Definition

Offen gesagt führt der Zuschnitt bei der Fertigung immer zu gewissen Stoffresten. In der Praxis schneiden wir Stoff- und Strickteile aus Stoffbahnen zu, um daraus Kleidungsstücke zu fertigen – dabei bleiben zwangsläufig Reste übrig. Upcycling ist genau die sinnvolle Weiternutzung dieser Schnittreste.

In der Praxis nutzen wir diese Schnittreste, um andere Stücke zu fertigen. Das vermeidet Abfall und schöpft das Potenzial der von uns ausgewählten hochwertigen Stoffe voll aus. Folglich leidet die Qualität des upgecycelten Produkts in keiner Weise: Es handelt sich um dieselbe wertvolle Ressource, die lediglich einer neuen Bestimmung zugeführt wird.

Im Gegensatz zum Recycling, bei dem ein Altstoff aufbereitet wird, um daraus ein neues Material zu gewinnen, geht es beim Upcycling vor allem um die direkte Weiter- und Wiederverwendung.

Ein anschauliches Beispiel: Eine Glasflasche einzuschmelzen und neu zu formen, um ein Marmeladenglas daraus zu machen, ist Recycling. Eine leere Glasflasche als Vase oder Kerzenständer zu verwenden, ist Upcycling.

Einfach ausgedrückt: Während sich Recycling mit der Wiederverwertung des Rohstoffs befasst, konzentriert sich Upcycling auf die direkte Aufwertung des vorhandenen Materials selbst.

Upcycling nach Art von Hast

Bei Hast verstehen wir diese Form der kreativen Verwertung als ideale Verbindung von Nutzen und handwerklicher Ästhetik. Um Verschwendung zu vermeiden und das volle Potenzial bestehender Stoffe auszuschöpfen, haben wir klare Grundsätze für unser Upcycling festgelegt:

  • Zudem finden wir unsere Lieblingsstoffe mitunter bei Lieferanten von sogenanntem „Deadstock“. Als Reste früherer Kollektionen bilden diese Stoffballen ruhende Bestände und verbergen bisweilen wahre Schätze. Anlässlich der Capsule-Kollektion zu unserem 10-jährigen Jubiläum haben wir beispielsweise unseren roten Selvedge bei Nona Source entdeckt, der Wiederverkaufsplattform für außergewöhnliche Materialien aus den Maisons der LVMH-Gruppe (Louis Vuitton, Dior, Céline, Givenchy, Loro Piana, Loewe, Fendi…). Eine Möglichkeit, Ihnen erlesenste Materialien zugänglich zu machen, ohne für deren Herstellung auch nur ein einziges Gramm CO2 aufzuwenden. Denn der Stoff, der die Umwelt am wenigsten belastet, ist schließlich derjenige, der bereits existiert. In diesem Sinne werden wir solche Gelegenheiten auch in Zukunft gerne nutzen, um ausgewählte Stücke zu fertigen.

    Darüber hinaus gibt es weitere spannende Formen des Upcyclings, die wir mit großem Interesse verfolgen, auch wenn wir sie derzeit noch nicht nutzen (Reparaturservice im Geschäft, Patchwork-Kreationen, Do-it-yourself-Anleitungen usw.). Mit der Besonnenheit und Sorgfalt, die unseren Ansatz seit 2012 prägen, werden wir uns diesen Möglichkeiten in naher Zukunft widmen, um unser Modell weiter zu verfeinern – stets mit dem Ziel, unsere Umweltwirkung zu minimieren und den Einsatz unserer Materialien zu optimieren.

    Verantwortung als Kern unseres Anspruchs

    Während wir diese Zeilen schreiben, zählt die Textilindustrie zu den ressourcenintensivsten Branchen weltweit: Sie beansprucht allein 4% des global verfügbaren Trinkwassers, verursacht jährlich über eine Milliarde Tonnen Treibhausgase und bringt jedes Jahr 130 Milliarden Kleidungsstücke in Umlauf.

    Schnelllebig, kurzlebig und oft unbedacht – die Fast Fashion hinterlässt verheerende soziale und ökologische Spuren. Für Hast, seit jeher einer saubereren und verantwortungsvolleren Mode verpflichtet, ist die nachhaltige Gestaltung jedes einzelnen Schrittes im Lebenszyklus eines Kleidungsstücks unverzichtbar. Neben unserer bewusst gesteuerten Produktion ist Upcycling ein überaus wirksames Mittel, um Materialbestände optimal zu nutzen und Schnittreste aufzuwerten.

    Ehrlich gesagt schätzen wir diesen Ansatz so sehr, dass wir immer konkreter über eine zu 100% upgecycelte Capsule-Kollektion nachdenken. Behalten Sie uns also im Auge: Dieses Projekt könnte schneller Wirklichkeit werden, als Sie denken…

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