Joyeux Noël Solidaire

Frohe, solidarische Weihnachten

5 Min. Lesezeit

Mit Heiligabend, Weihnachten und Silvester stehen uns festliche Wochen bevor. Als Zeit des Miteinanders und der Geselligkeit schaffen die Feiertage Raum für wertvolle Momente und besondere Stunden – eine trubelige Zeit, in der viele Marken gerne die Gelegenheit ergreifen, sich einzubringen.

Für Hast – wo Ehrlichkeit an erster Stelle steht – birgt diese Zeit jedes Jahr einen spürbaren Zwiespalt. Einerseits ist es schön, Teil der Feststimmung zu sein und unsere Entwürfe all jenen anzubieten, die sich oder anderen eine Freude machen möchten. Andererseits sehen wir den Konsumrausch der letzten Dezemberwochen kritisch und bedauern, auf unserer Ebene Teil dieser Dynamik zu sein.

Vor diesem Hintergrund achten wir besonders darauf, die strategische wirtschaftliche Bedeutung dieser Zeit mit den Werten in Einklang zu bringen, für die wir seit 2012 einstehen.

Wir stehen voll und ganz zur kommerziellen Dimension unseres Weihnachtsangebots, das sich in diesem Jahr um nachhaltige Geschenkideen für jedes Budget dreht – verbinden dies jedoch stets mit dauerhaften, solidarischen Maßnahmen.

Getreu unseren Grundsätzen von Fairness, Transparenz und ökologischem Bewusstsein verstehen wir die Feiertage weniger als bloße Umsatzchance, sondern vielmehr als Gelegenheit, ein bestimmtes Verständnis von Kleidung zu vermitteln – wie wir in diesem Artikel zeigen möchten.

Hast und der Wunsch nach einem Honestem Weihnachtsfest

Ganz offen gesagt: Die Weihnachtszeit ist für jedes Unternehmen von zentraler Bedeutung. Trotz Gesamtlage und Inflation reservieren die Französinnen und Franzosen weiterhin ein beträchtliches Budget für die Feiertage zum Jahresende. Aus diesem Grund erwirtschaften die meisten Modemarken im Dezember einen wesentlichen Teil ihres Jahresumsatzes.

Um diese Zeit maximal zu nutzen, setzen viele Händler auf immer mehr Verkaufsaktionen, Black-Friday-Rabatte und Weihnachts-Promos. Ein bewährter und bisweilen opportunistischer Weg, um die Bilanzen kurz vor Geschäftsjahresende noch einmal aufzubessern. Die Kehrseite der Medaille: Am anderen Ende der Produktionskette zahlen andere den Preis dafür – allen voran unser Planet und ausgebeutete Arbeitskräfte.

Bei Hast haben wir uns bewusst dagegen entschieden. Diese Entscheidung bedeutet für unser Unternehmen zwar einen wirtschaftlichen Verzicht, entspricht aber voll und ganz unseren tiefsten Überzeugungen. Sich zu entscheiden heißt immer auch, auf etwas zu verzichten.

Fernab von Konsumrausch und Überfluss setzen wir auf ein bewusstes, verantwortungsvolles Weihnachtsfest. Freude unter den Baum zu bringen bedeutet für uns, hochwertige Stücke zu verschenken, die in Europa aus natürlichen und/oder recycelten Materialien gefertigt werden. Als bewusster Gegenentwurf zu Rabattaktionen jeder Art bieten wir an 365 Tagen im Jahr faire Preise. Eine Entscheidung für langanhaltende Freude – mit Kleidungsstücken, die über Jahre hinweg überzeugen.

Unsere solidarischen Initiativen

Über unsere Kernaufgaben hinaus leben wir ein starkes solidarisches Engagement, das sich in konkreten Initiativen unserer Marke widerspiegelt:

  • Die Spende von Neuware. Wie jedes Jahr spenden wir neue Stücke an die Organisation AIDES, um deren jährlichen Wohltätigkeitsbasar bei der Spendensammlung zu unterstützen. Zudem statten wir „Die solidarische Krawatte" aus – eine Initiative, die Menschen in schwierigen Lebenslagen beim beruflichen Wiedereinstieg hilft.

  • Hilfe beim Recycling. Über Sammelboxen in unseren Boutiquen in Paris und Lyon nehmen wir Ihre ausgediente Kleidung entgegen, um sie dem Recycling zuzuführen.

  • Einsamkeit entgegenwirken. Jedes Jahr verbringen zwischen 10 und 20 % der Franzosen Weihnachten allein. 2023 haben wir eine Partnerschaft mit „Une lettre un sourire“ geschlossen, um unseren Kundinnen und Kunden die Möglichkeit zu geben, älteren, isoliert lebenden Menschen eine Freude per Post zu bereiten. Wir sammeln diese persönlichen Zeilen in unseren Boutiquen und versenden sie zu Heiligabend – als Zeichen unseres Mitgefühls für all jene, die diese Festtage nicht im Kreise von Familie oder Freunden verbringen können.

  • Der solidarische Kleidermarkt. Ein Projekt, das wir aktuell vorbereiten und das voraussichtlich Anfang 2024 stattfinden wird. Die Idee dahinter: Wir möchten Content Creator dazu einladen, ausgewählte Stücke aus ihrer persönlichen Garderobe im Rahmen eines Aktionstags zu verkaufen – der gesamte Erlös geht anschließend an eine Partnerorganisation. Interessiert? Bleiben Sie gespannt.

Unser Wunschzettel für Honeste Festtage

Bevor wir Sie in die Feiertage entlassen, möchten wir Ihnen noch unsere To-do-Liste für möglichst Honeste Festtage mit auf den Weg geben. Irgendwo zwischen Überlebensratgeber und Gebrauchsanweisung bündelt dieser kleine Leitfaden einfache Tipps, um Weihnachten ebenso verantwortungsvoll wie genussvoll zu gestalten.

In aller Bescheidenheit – hier sind unsere Empfehlungen:

  • Nutzen wir die Feiertage zum Aussortieren, Recyceln, Weiterverkaufen oder Spenden. Kleidung, Spielzeug, Pflegeprodukte, Bücher: Wir alle besitzen unzählige ungenutzte Dinge, die sich über ein zweites Leben freuen würden (und andernorts sicher jemandem eine Freude bereiten).

  • Schenken wir Honest. Anknüpfend an das zuvor Gesagte ist die Versuchung groß, bei saisonalen Rabattaktionen gleich mehrfach zuzugreifen. Doch die schönste Freude bereitet man immer noch mit Geschenken von echtem Wert: Ein hochwertiges Kleidungsstück, ein Entwurf mit symbolischer Bedeutung oder ein langlebiges Präsent ist unendlich mehr wert als eine Handvoll kurzlebiger Kleinigkeiten – so amüsant sie im ersten Moment auch wirken mögen (man denke an Lama-Kuscheltiere oder Mini-Tischbillards). Was auch immer wir kaufen: Denken wir langfristig, achten wir auf die Materialien und prüfen wir das Herstellungsland, um bewusst und verantwortungsvoll zu schenken.

  • Setzen wir auf wiederverwendbare Verpackungen. Einweg-Geschenkpapier verursacht jedes Jahr Tausende Tonnen Müll – und das ist ein echtes Problem. Um ohne Umweltbelastung zu verpacken, setzen wir auf zwei Ideen: entweder wiederverwendbare Verpackungen, die alle Jahre wieder zum Einsatz kommen, oder die traditionelle japanische Furoshiki-Technik. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Tuchfalttechnik zum Verpacken und Transportieren von Geschenken, Lebensmitteln und Alltagsgegenständen.

  • Vermeiden wir übermäßigen Konsum. Ob Geschenke, Festessen oder Dekoration: Es braucht keinen übertriebenen Aufwand für eine gelungene Zeit. Wenn Sie uns fragen, gilt in allen Belangen: „Weniger, aber besser“.

  • Schreiben wir eine Nachricht an „Une lettre un sourire“. Für uns sind es nur ein paar Zeilen, für den Empfänger aber womöglich eine große Geste. Um direkt vom Smartphone aus mitzumachen, finden Sie den QR-Code hier.

  • Unterschätzen wir nicht die Wirkung eines Geschenkgutscheins. Keine zündende Idee, unsicher bei der Größe oder unschlüssig bei der Farbe? Der Geschenkgutschein nimmt Ihnen jede Zweifel ab. Einfach den Wunschbetrag wählen und garantiert ins Schwarze treffen.

  • Recyceln wir, wo immer es geht. Ob Reste vom Festessen oder Verpackungsmaterial: Versuchen wir konsequent zu recyceln, was sich recyceln lässt – damit die Erde die Feiertage besser verdaut als wir das letzte Stück Festtagstorte, an dem wir einfach nicht vorbeikommen.

In diesem Sinne bleibt uns nur noch, Ihnen frohe Weihnachten und ein rundum Honestes Jahr 2024 zu wünschen.

Das Hast-Team

Artikel, die Sie interessieren könnten